Arc

Arc

Everything Everything

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Normabweichend, zappelig und stets für eine Überraschung gut  - die vier Musikwissenschaftler von Everything Everything sprengen auf ihrem Zweitwerk „Arc“ gängige Konventionen. Wer hier dabei sein will, sollte sich von standardisierten Hörgewohnheiten verabschieden.

Hinter der Masse werkelt die Klasse: seit einigen Jahren haben sich Bands wie Foals oder Friendly Fires im Rücken der britischen Indie-Szene ihr eigenes Reich geschaffen. Fernab von eingefahrenen Strukturen tüftelt man erfolgreich an genreunabhängiger Musik. Hier fühlen sich auch Everything Everything am wohlsten.

Die vier Briten ziehen auf ihrem zweiten Album alle Register. Immer wieder pendelt Sänger Jonathan Higgs zwischen Kopf- und Bruststimme hin und her. Die Strukturen sind vertrackt („Cough Cough“, „Feet For Hands“), die plötzlichen Gitarren- und Synthie-Einschübe akzentuiert („Kemosabe“, „Armourland“) und nahezu durchgehend schälen sich große Melodien aus den Boxen. Zwischendurch kommt die hibbelige Melange aus Pop, Rock und Elektro immer wieder zur Ruhe („Choice Mountain“, „Arc“).

Everything Everything - Kemosabe

Im Gegensatz zum schwindelerregenden Debütalbum schaffen es Everything Everything auf ihrem zweiten Album eine wohltuende Balance zwischen Tanzfläche und Chill-Out-Area herzustellen. Von intellektuellen Forward-Infernos bis hin zu tiefenentspannten Slow-Mo-Reisen: Hier ist alles drin. Zudem bietet die Basis des Albums allerlei Möglichkeiten für neugierige Außenstehende, wie der Post War Remix des Songs „Kemosabe“ eindrucksvoll unter Beweis stellt..

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