Danse Macabre

The Faint - Danse Macabre

Artist: 
Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend

Na sowas! Leiht Damon Albarn jetzt auch noch den Nine Inch Nails seine Stimme? Ist Gruft-Rock wieder in? Und darf man eine Platte anno 2002 "Danse Macabre" nennen? Fragen über Fragen. Und eine Antwort: The Faint.

Überraschende Klänge vom Label City Slang. Mit The Faint haben die Berliner Musikliebhaber einen Act gesignt, der ganz ungeniert im Giftschrank der Musikgeschichte kramt. Gruft, Bombastrock, Rock-Electro-Crossover, Britpop, Synthiepop und sogar Death Metal steht da auf den einzelnen Schubladen, die schon seit Jahren nicht mehr aufgemacht worden sind, aus Angst, die Zombies aus längst vergessenen Epochen könnten wieder zum Leben erweckt werden. Soviel Mut zum makabren Musikgeschmack lässt einen erstmal fassungslos vor The Faints neuem Album stehen. Und dann hört man nochmal hin und stellt fest, dass auch aus eigentlich ekligen Zutaten ein hervorragendes Süppchen werden kann, wenn man weiss, wie`s geht. Und den Spaß am Köcheln mit außergewöhnlichen Ingredenzien merkt man The Faint bei jedem einzelnen Stück an. Die ehemalige Gitarrenrockband setzt sich seit 1998 mit elektronisch generierten Sounds und der Clubmusik auseinander, ohne selbst je in Clubs unterwegs zu sein. Deshalb erfinden sie einfach Musik, nach der sie selbst gerne mal tanzen würden. Das Ganze klingt dementsprechend sehr ungewöhnlich und erfrischend anders. Und geht ausserdem noch verdammt gut nach vorne. (ur)

Ähnliche Künstler

Empfohlene Themen

Alex James von Blur findet Band-Reunions grotesk

Alex James von Blur findet Band-Reunions grotesk

"Karikaturen ihrer selbst"
Blurs' Alex James hat seinen Widerwillen gegenüber all den Band-Reunions der letzten Zeit kundgetan: Niemand wolle neues Material von Bands wie Led Zeppelin oder den Rolling Stones hören, sondern nur die alten Hits. Dies mache deren Konzerte einfach nur zu einer "grotesken" Veranstaltung.
Cool Britannia: Die zehn besten Songs der Ära Britpop

Cool Britannia: Die zehn besten Songs der Ära Britpop

Als Oasis, Blur, Suede & Co. die Neunzigerjahre durchwirbelten
Als in Großbritannien die Losung noch Cool Britannia statt Brexit lautete, war die Musik in den Neunzigerjahren auf der Insel noch hedonistisch und mitreißend: Britpop war das Ding der Stunde und auch gefühlt stündlich debütierte eine neue spannende Band nach der anderen.
Video: Blur - "Ong Ong"

Video: Blur - "Ong Ong"

Back to the 80's
Kennt ihr sie noch?! Die Klassiker für die Amiga-Konsole: Pac Man, Kirby's Adventure oder Super Mario. Der sehenswerte Clip zu "Ong Ong" feiert die 80er-Jahre Videogames.