Field Music – Making A New World (Albumcover)

Making A New World

Field Music

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Auch auf ihrem siebten Album zeigen sich Field Music experimentierfreudig und legen ihr Feld mit jazzigen und elektronischen Klangteppichen aus – Grenzmarkierungen gibt es jedoch keine in diesem überfließenden Sound.

Das Album "Making A New World" entwickelte sich aus einem Projekt für das Imperial War Museum, das die Folgen des Ersten Weltkriegs beleuchtete. Field Music erarbeitete dafür einen audio-visuellen 19-Song-Zyklus, den wir nun hier ausgearbeitet anhören können.

Video: Field Music - Best Kept Garden

Die Songs sind dabei clever und hypnotisch um eine Idee aufgebaut, mal klingen sie wie in "Best Kept Garden" nach unterkühlten Talking Heads, dann wieder wie David Bowie in seinen Berliner Jahren in "Do You Read Me" oder auch wie in "A Change Of Heir" nach folkigen Beatles.

Psychedelische Pink-Floyd-Sounds wabern durch die Tracks, wobei im Hintergrund eine streng durchdachte Steely-Dan-Atmosphäre herrscht.

Video: Field Music - Money Is a Memory

"Making A New World" ist Dadaismus und Dandypop sowie Experiment und Electropop zugleich: Kein Album, das leicht zugänglich ist oder sein will, aber vor Ideen fast überfließen zu scheint.

Die Zerlegung der Songs in fast klinische Einzelteile verhindert jedoch, dass Field Music über den Status des Art-Pops hinauskommen und den Spagat zwischen schlauem Sound und warmen Vibes schaffen – wie das zum Beispiel Metronomy vormachen.

Video: Field Music - Do You Read Me?

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