Film School

Film School

Film School

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Film School wollen anscheinend zwei Missverständnisse aus der Welt räumen. Erstens: Shoegazing isn´t over. Zweitens: San Fransisco muss trübseliger sein als ursprünglich angenommen.

Manchmal hat es den Anschein, dass Schwermut als die inflationäre Inspiration für nachdenkliche Popalben missbraucht würde. Dass diese traurigen Lieder im Falle von Film School auf das Erwachsenwerden in San Fransisco und nicht auf die frühkindliche Prägung einer tristen englischen Vorstadt zurückzuführen ist, mag überraschen, ist aber nur eine Randnotiz. Stattdessen sollte man den Spannungsbögen („On & On“), den zum Teil filigran akzentuierten Harmonien („He´s A DeepDeep Lake“), den verqueren Experimenten („Garrison“), den bisweilen episch-energischen Abhandlungen („11:11“) und auch Details wie dem Basslauf des hier vorgestellten „Pitfalls“ die volle Aufmerksamkeit schenken. Filmschool gelingt es, Indie-Rock-Melancholie jenseits der Monotonie und Langeweile zu vertonen. Sie haben das Shoegazing nicht neu erfunden, lediglich wie viele andere erfolgreich variiert. Und sollten sie bei Konzerten jemals mit gesenktem Kopf auf ihre Schuhe starren, dann ist das keine Verlegenheit, sondern Überzeugung. (js)

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