Hideout

Hideout

Film School

Redaktionswertung: 
schlimm
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ordentlich
gut
sehr gut

Mit "Superfuzz Bigmuff" haben Mudhoney ihren Lieblingseffekten ein musikalisches Denkmal gesetzt. Man wünschte sich, andere Bands würden es der Seattle-Legende gleichtun und ihre liebsten Arbeitswerkzeug gleich im Titel ihrer Platten offenlegen.

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"Hideout", das dritte Album von Film School, würde in diesem Fall vielleicht "Songs with Chorus, Delay and Flanger" heißen. Ohne jene Effekte, die den Gitarrensound so herrlich breitwandig flirren lassen, wäre der Sound von Film School definitiv seines Fundaments, seines konstituierenden Elements beraubt. Beispiel gefällig?

Nehmen wir "Lectric". Zum verzerrt malmenden Bass führt die Band eine wohl organisierte Schrammelorgie ganz im Geiste von My Bloody Valentine auf. Geheimnisvoll schwermütiger Gesang inklusive. Dieses Strickmuster beherrschen Film School in allen Schattierungen und Variationen ohne dabei zu langweilen. Das Rad sollen ruhig andere neu erfinden, Film School feilen lieber weiter an der Verfeinerung eines Sounds, der seltsam nostalgisch und auch ein wenig altmodisch wirkt. "Hideout" klingt in seinen besten Momenten so, als wäre die Spex noch der Taktgeber in Sachen Musikjournalismus und Jesus & Mary Chain oder Dinosaur Jr. auf dem Cover der aktuellen Ausgabe. Und passt damit ganz wunderbar zur gerade verkündeten Reunion von – eben - My Bloody Valentine.

Florian Schneider / Tonspion.de

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