Fink - Bloom Innocent

Bloom Innocent

Fink

TONSPION TIPP
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
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gut
sehr gut

Für sein siebtes Studioalbum hat Fin Greenall erneut mit Superproduzent Flood zusammengearbeitet. Entstanden ist ein gleichzeitig zurückgenommenes wie eindringliches Werk. 

Bereits für sein 2017 erschienenes Album "Resurgam" arbeitete der Brite Finian Paul Greenall aka Fink mit dem Londoner Produzent Flood zusammen. Der schraubte schon für Bands wie Depeche Mode und U2 und kümmert sich zum die Musik von Artists wie PJ Harvey und Nick Cave. Wer als Fan nach "Resurgam" und angesichts der erneuten Zusammenarbeit von Fink und Flood nun etwas Stadiontaugliches befürchtete, wird mit "Bloom Innocent" positiv überrascht. 

Fink - Bloom Innocent

Auf "Bloom Innocent" nimmt Fink sich jede Menge Zeit und lässt den acht Songs genügend Spielraum, um sich durch perfektes Songwriting und ohne viel Tamtam zu entfalten. Denn sie alle haben eine Länge von sechs bis acht Minuten, in denen sie nach und nach aufgehen wie eine unschuldige Blüte.

Fink singt von persönlichen Erinnerungen und Momenten, deren Intimität von der Musik getragen wird. Die Instrumentierung ist stets dezent, aber auf den Punkt, analog und atmosphärisch. Trotz Greenalls Liebe zur elektronischen Musik kommt sie ohne dererlei Hilfsmittel aus. Stattdessen gibt es auf der Acht-Spur-Aufnahme neben Schlagzeug und Klavier verschiedene Streich- und Saiteninstrumente zu hören, darunter eine traditionelle iranische und eine griechische Laute sowie natürlich die für Fink obligatorische Akustikgitarre. 

Fink - We Watch The Stars

Wie von Fink gewohnt ist auch "Bloom Innocent" ein Album, für das dem Hörer Zeit und Aufmerksamkeit abverlangt. Mal fordernd, mal zurückhaltend, intiuitiv und treibend entwickeln gerade repetetive Songs wie "Out Loud" oder "We Watch The Stars" einen fast unheimlichen Sog. Sie schrauben sich sehr langsam, dafür ganz tief ins Innerste, um sich dort für immer und ewig festzusetzen.  

Passend zu dem Baum auf dem Cover von „Bloom Innocent“ enthält das Vinyl eine mit Wildblumen-Samen gespickte Download-Karte mit vollauflösenden 24-Bit-WAV-Mastern. Eingeschweißt ist das Ganze in eine abbaubare biobasierte Schutzfolie. Und auch die CD-Version wird in einer kunstvoll gestalteten mehrlagigen Verpackung präsentiert und ökologisch fair versiegelt.

Die musikalische Eindringlichkeit von "Bloom Innocent" kann man dann im November auch live erleben. 

20.11.2019 – Carlswerk Victoria, Köln
22.11.2019 – Konzerthaus, Dortmund
25.11.2019 – Laeiszhalle, Hamburg
26.11.2019 – Admiralspalast, Berlin

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