International Orange

International Orange

Firewater

Redaktionswertung: 
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Firewater präsentieren sich auf ihrem siebten Album „International Orange“ abermals als Weltmusik-Visionäre. Rock, Mambo, Ska, Folklore: Den New Yorkern ist kein Genre fremd wenn es darum geht erzürnte Lyrik in ein globales Musikpaket zu pressen.

Revoluzer-Lyrik und erhobene Zeigefinger gehen meist einher mit dreckigen Gitarren, pumpenden Drums und einer aggressiven Mikro-Performance. Dass gesellschaftskritisches Gedankengut aber nicht zwingend nur unter dem musikalischen Banner „Punk“ laufen muss, um gehaltvolle Denkanstöße zu geben, beweisen Firewater nun schon seit vielen Jahren. Auch anno 2012 schwingen die Mannen um Mastermind Tod A lieber das Tanzbein, anstatt mit garstigem Three-Chords-Punk dem Standard zu entsprechen.

Ob mit Kill Bill-Vibes („A Little Revolution“), anatolischen Pipe-Spielereien („Glitters Day“), karibischem Offbeat („The Monkey Song“) oder mit reichlich Mambo im Blut („Ex-Millionaire-Mambo“): die gewohnt kritischen Töne von Tod A werden in massenhaft hüftkreisende Rhythmen gebettet und machen aus  „International Orange“ letztlich ein wahlweise chilliges oder hyperaktives Bewegungspaket. Die mit Bläsern, orientalischen Folklore-Instrumenten und klassischen Klanggeräten bestückten, in Istanbul entstandenen Songs des Albums, präsentieren die musikalische Globalisierung in Reinform, inklusive Tritt in den Allerwertesten. So soll es sein.

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