LP1

FKA twigs - LP1

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Ob nun Future Soul, Post-Dubstep oder ganz schlicht Experimental Pop – in den vergangenen Jahren hat sich eine Reihe an Künstlern hervorgetan, die mit postmodernen R’n’B zu überraschen wissen. Neuer Stern am Beat-Himmel: FKA Twigs.

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Es waren vor allem die Videos zu „How’s That“ und „Water Me“, die FKA Twigs 2013 in Windeseile durch den viralen Äther beförderte. Wie bei James Blake vor ihr, steht bei der Engländerin nicht nur die Entschleunigung im Vordergrund, FKA Twigs singt über gebrochene Beats mit einem Falsett, das nicht zu Unrecht mit Aaliyah verglichen wird. Ihre Debütalbum „LP1“, das passenderweise bei Young Yurks, dem Label von The xx erscheint, verzichtet sowohl auf die für den klassischen R’n’B typische Hyper-Sexualisierung als auch auf eine Mainstream-Anbiederung. 

Auf die großen Geste oder gar umgarnende Laszivität will FKA Twigs jedoch nicht verzichten, wie etwa das Cleopatra-Video zum Song „Two Weeks“ eindeutig offenbart. Es ist gerade diese Brücke aus Trübsal und Sexyness, die die 26-Jährige Britin so besonders macht. Natürlich ist das im Herzen noch R’n’B, doch mit ihrer düsteren Verve erinnert „LP1“ mitunter an die Frühwerke einiger TripHop-Größen wie Tricky oder Massive Attack.

Im Gegensatz zu ihren ersten zwei EPs wird man jedoch nicht den Eindruck los, als wäre das Album dann doch ein wenig für einen wie auch immer gearteten Markt gefertigt – hier und dort fehlt einfach mal eine Überraschung, eine Wendung, ein neuer Stil. Nicht falsch verstehen: FKA Twigs ist ein großartiges Talent, das das ABC der Eigenvermarktung sehr gut versteht. Dennoch wäre der ein oder andere echte Hit sicherlich nicht verkehrt gewesen. 

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