I, the Mask

In Flames - I, the Mask

Redaktionswertung: 
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gut
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Die Melodic-Death-Metal-Veteranen sind zurück! Zwölf Songs voll auf die zwölf auf ihrem dreizehnten Studioalbum. Gute drei Jahre nach Battles taten sich In Flames mit Produzent Howard Benson zusammen und packten all ihre Wut und Verzweiflung über den aktuellen Zustand der Welt in I, the Mask

Stagnieren auf hohem Niveau ist so ein gern genutzter Kritikervorwurf, den man vor allem im Metal- und Rockbereich Bands wie AC/DC oder Rammstein macht. Aber dem kann man immer entgegnen: Mach das mal so lange so gut nach! Und so sind In Flames im 29. Bandjahr gewohnt wütend und melancholisch. Ohne, dass das es beliebig wirkt. Klar, das mag in manchen Ohren antiquiert und engstirnig wirken, aber an zu viel experimentieren sind auch schon jede Menge Bands gescheitert (looking at you, Korn).

Man möchte den Schweden schon wünschen gerade soundtechnisch abundzu etwas mehr über den Tellerrand zu schauen, denn auch I, the Mask plagt die Plastiksoundkrankheit, die seit einigen Jahren im Metal um sich greift. Musik, die wütend sein möchte, darf einfach nicht zu sauber klingen. Und an manchen Stellen klingen die Drums einfach zu clean, die Gitarren zu artig und Gesang zu brav. Wie gesagt, an manchen. An anderer Stelle wie im Titeltrack oder bei der Single I Am Above ist dann doch wieder genug Rotzigkeit drin, dass man kaum mit dem Headbangen aufhören möchte.

Und so möchte man In Flames voller Inbrunst zurufen: Bleibt so! Macht das genauso weiter. Metal ist ein Genre, das im Vergleich zu elektronischen Genres weniger experimentiert und eine Fangemeinde hat, die das oft auch gar nicht braucht. Da sind In Flames auf einem sehr richtigen Kurs, zeigen keine Ermüdungserscheinungen, entwickeln sich thematisch weiter und machen hoffentlich noch dreizehn weitere Alben. 

I, the Mask

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