At War With Mystics

At War With Mystics

The Flaming Lips

Redaktionswertung: 
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Obwohl sich die Flaming Lips schon seit 20 Jahren auf der Suche nach dem perfekten Popsong befinden, wurden die meisten erst mit dem Album "The Soft Bulletin" auf die Band aus Oklahoma aufmerksam. Seitdem kennt die Verehrung aber keine Grenzen mehr.

Sänger Wayne Coynes Haus in Oklahoma gilt inzwischen als Wallfahrtsort für allerhand Weirdos, die den Mittelpunkt des vielleicht buntesten Popuniversums dieser Tage suchen. In einer gerechteren Welt wären die Flaming Lips nicht nur die beste und erfolgreichste Band der Welt. Der gut aussehende, inzwischen leicht graumeliert Coyne hätte manchem Hollywood-Beau längst den Rang abgelaufen. Doch die Welt ist nun mal nicht gerecht und so veröffentlichen die Flaming Lips weiterhin für eine relative überschaubare, aber dafür fanatische Anhängerschaft wunderbar verschrobene, in unglaublichem Melodiereichtum schwelgende Meisterwerke. Auf ihrem vielleicht besten Album überhaupt „The Soft Bulletin“ schafft es die Band erstmals ihren Übermut und ihr großes Interesse an psychoaktiven Drogen und psychedelischer Musik soweit zu kanalisieren, dass dabei (fast) massenkompatible Popmusik entstand. Der Nachfolger „Yoshimi Battles The Pink Robots“ verschaffte den Herren Drodz, Coyne und Ivins ihren bisher größten kommerziellen Erfolg. Die Band konnte für das Album sogar einen Grammy entgegennehmen. „At War With The Mystics“ heißt ihr neustes Album, für das sie live einen Kampf zwischen Aliens und Weihnachtsmännern inszeniert haben, den sie mit Tonnenweise Konfetti, Luftschlangen, Luftballons und absonderlichen Kostümen zu einem riesigen Kindergeburtstag auf LSD verwandeln und so nur einen Schluss zulassen: The Flaming Lips sind auch noch die beste Liveband der Welt! (fs)

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