Ceremonials

Ceremonials

Florence + The Machine

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Florence & The Machine gelang mit ihrem Debütalbum „Lungs“ ein weltweiter Erfolg und brachte Florence Welch von der Kunstakademie zu den Brit-Awards, von Moshi Moshi zu Universal. Kein Wunder, dass auf ihrem neuen Album „Ceremonials“ alles eine gute Nummer größer sein muss.

Karl Lagerfeld als Förderer (und Fotograf), Beyoncé als Fan, dazu die Last eines millionenfach verkauften Albums – ganz schön viel, was Florence Welch auf „Ceremonials“ schultern muss. Der Titel deutet dabei an, was ihr zweites Album einlöst: Form vor Inhalt. Zusammen mit Produzent Paul Epworth hat Florence Welch jede noch so kleine Ritze, jeden möglichen Bruch und jede Leerstelle in ihren Songs mit musikalischer Spachtelmasse gefüllt. Vom jugendlichen Charme, der das wohltuend naive „Kiss With A Fist“ so liebenswert machte, ist nichts übrig.

Stattdessen gibt Florence ein kostenloses Seminar an ihrer persönlichen Kunstakademie, einer Welt aus Brokat, in der eine wohlgesetzte Pose mehr wert ist als echte Emotionen. Exemplarisch vorgeführt in “Lover To Lover“, in dem sich Florence Welch zur Operndiva imaginiert. Ein Song, der einem den Atem raubt, ein dramatisches Gefühl, das einen permanent bei „Ceremonials“ beschleicht, nur: es ist kein gutes.

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