Lungs

Lungs

Florence + The Machine

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Ist rot das neue blond? Neben La Roux wirbelt im Sommer 2009 noch ein anderer Rotschopf aus England durch das Netz und in den Charts. Florence Mary Leontine Welch gibt mit "Lungs" ihr Debüt auf Moshi Moshi Records

"Kiss With A Fist" ist dank Dauerrotation im Werbefernsehen inzwischen fest im Kopf verankert. Es könnte allerdings sein, dass sich dieser Song noch als Boomerang für Florence & The Machine erweist. Denn so unzusammenhängend das Bild der Florence Welch vor einigen Wochen noch war, auf ihrem Album "Lungs" fügen sich die Teile zusammen.

Die meisten Songs auf "Lungs" geben Florence Welsh Stimme ordentlich Raum, passenderweise nennt sich ein Song "Howl". In "Kiss With A Fist" ist ihr erstaunliches, manchmal leider unangenehm an Dolores O´Riordan (Cranberries) erinnerndes Organ unterfordert. Florence & The Machine bevorzugt den großen Auftritt mit Showtreppe, Pathos, dicken Streichern, großen Gefühlen und tollen Kostümen.  Dazwischen wirkt das locker-rotzige "Kiss With A Fist" ein wenig deplaziert und rückt sie in die Nähe von Lily Allen, in deren Gegenwart sich düstere Elegien wie "My Boy Builds Coffins" gar nicht wohl fühlen.

Könnte sein, dass sich der Umweg über die Werbung für Florence Welch als der falsche Weg erweist, um ihre Karriere auch hierzulande voran zu bringen. Das Vereinigte Königreich liegt ihr inklusive Blur-Bassist Alex James und den Kritikern des Mercury Prizes schon zu Füßen.

Florence + The Machine

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