Reset

Reset

Flying Lotus

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Maximo Park und Battles waren es, die 2007 das Bild von Warp Records prägten. Dass aber längst nicht alles Rockmusik auf dem einstigen Vorzeigelabel für anspruchsvolle Elektronik ist, bewies unter anderem Steven Ellison aka Flying Lotus.

Dabei weist die Musik auf "Reset", der ersten EP von Ellison für Warp, ihn nur bedingt als typischen Warpact aus, wurzelt Ellison doch tief im Hiphop. Allerdings bricht er seine Produktionen mit sovielen Clicks, Cuts, Glitches und Breaks, dass sie mal in die Nähe von Super Collider mal in die von Jamie Lidell rücken. Beides selbstverständlich abzüglich Lidells Vocals.

Bei aller Avanciertheit bleiben Ellisons Beats allerdings zugänglicher als weite Teile des Backkatalogs des Labels aus Sheffield. Mit "Tea Leaf Dancers" wirft "Reset" sogar einen kleinen Hit ab, dessen zerhackte Vocals wunderbar mit dem neuen Burial-Album harmonieren könnten, wären da nicht diese unglaublich warmen Chords. Ellisons "Dance Floor Stalker" hat es ebenso wenig auf Verstörung angelegt, vielmehr verfolgt einen die jazzige Catchyness von Ellisons Produktionen, die längst nicht so simpel und lässig vor sich hin dümpeln wie einige Tracks von Nightmares on Wax.

Florian Schneider / Tonspion.de

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