Everything Ecstatic

Everything Ecstatic

Four Tet

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Anschmiegsam war gestern. Das neue Four-Tet-Album verschließt sich allzu leichtem Zugang, findet sein Heil im Handwerk und in der Improvisation. Kieran Hebden macht den Prozess der Weiterentwicklung hör- und erlebbar.

Four Tet serviert kein zweites "Rounds". Kieran Hebden müht sich nicht damit ab, die Marke "Folktronic" klarer zu definieren. Statt dessen nimmt sich "Everything Ecstatic" die Freiheit, auch mal uncool sperrig daher zu kommen. Weniger ausgefuchst als sein Vorgänger, gefällt sich das neue Four-Tet-Werk in der Rolle des Forschers und Improvisateurs. Hier gelingen die wahrhaft erhebenden Momente wie zufällig, verstreut zwischen hysterischem Glücksmoment, sturer Beat-Bass-Kombo und widerborstigem Lärm. Hebden lässt das kleine Scheitern zu, um an ihm zu wachsen. Das ist dann natürlich etwas weniger instantgeil als das elektronische, organisch-digitale Kribbeln und Krabbeln der letzten beiden Alben. Spannend, fesselnd und verblüffend ist es jedoch oft genug. So im Falle dieser Hörprobe, die das versprochene Lächeln verstörend fröhlich um Gesichter nagelt. (sc)

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