Burn The Maps

Burn The Maps

The Frames

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Geheimtipp und große Nummer zugleich sind The Frames. Ihr fünftes Album macht es sich entspannt zwischen beiden Polen bequem. Hier einigen sich zaghafte Akustika und ausholende Stadiongesten auf schillernde Popmusik.

Vorsichtig und betrübt stolpernd beginnt "Burn The Maps". Einfach und schlicht schön gehalten, lässt der Opener "Happy" bereits erahnen, zu welcher Größe sich das neue Album der Iren im Folgenden aufschwingen wird. Die Band um Glen Hansard kombiniert kauzige Indieschönheit und schmissigen Alternative Rock und versteht es dabei hervorragend, die Intensität der einen zu bewahren und der Käsigkeit des anderen aus dem Weg zu gehen. Spätestens seit ihrem 2000er Album "For The Birds" können The Frames Hallen und Stadien mit textsicheren Fans füllen. In Irland sind sie seit langem Institution und sichere Bank, der Rest der Welt lernt nun dazu. Doch immer noch takten sie sicher und selbstverständlich am Durchschnittsradioformat vorbei, bewahren sich Eigen- und nehmen sich Freiheiten. Und wenn sie – siehe "Fake" – sich dann doch einmal über arg weite Strecken von Menschenmassen tragen lassen, holen sie eine verhuschte Miniatur und eine unerwartete Wendung wie "Dream Awake" zuverlässig zurück in die kleine Sicherheit. (sc)

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