Frank Black Francis

Frank Black Francis

Frank Black & The Two Pale Boys

Redaktionswertung: 
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Der dicke große Mann des Indierocks hat sich überreden lassen. Und er macht so einige Menschen damit glücklich. „Frank Black Francis“ lässt den Pixies-Fan nämlich in ein kleines Zeitfenster vor „Come On Pilgrim“ schauen.

Wir haben 1987. Der „Come On Pilgrim“ Produzent in spe Gary Smith ruft Frank Black an – nicht auf dem Handy! Er lädt Frank in sein Apartment ein. Er soll mit seiner Gitarre vorbeikommen und die Songs, die auf die Platte sollen, schon einmal vorweg aufzunehmen, damit er einen Eindruck bekommt. Die Songs werden nicht mal eben auf einem Rechner aufgenommen, sondern auf einem Walkman. Lange konnte sich Mr. Black erfolgreich wehren, dass diese historischen Aufnahmen nicht an die Öffentlickeit gelangen, aber genau das ist nun mit der am 18. Oktober erschienenen Doppel-CD „Frank Black Francis“ geschehen. Die erste CD besteht nur aus den oben beschriebenen Aufnahmen, auf der zweiten CD ließ er sich es dann nicht nehmen, die meisten dieser Songs (plus einiger anderer Pixies-Songs) neu zu interpretieren zusammen mit den Two Pale Boys. Uns begegnet Geschichte und ein etwas nachdenklicherer Frank Black, der die alten Dinger mit einer gerechten Gelassenheit neu eingespielt hat (hier: „Monkey Gone To Heaven“) und von den Two Pale Boys mit elektronischen Mitteln bearbeiten ließ. Andere sprechen von „nicht mehr als Mittelmaß“, ich denke an „ein wunderschönes musikalisches Dokument, das seine absolute Berechtigung hat“ oder: „Ein Musikabend ohne die Pixies ist wie 365 Tage ohne Geburtstag!“ (tk)

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