Bravo!

Bravo!

Friska Viljor

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Ein Sextett aus Stockholm debütiert mit einer musikalischen Bandbreite von kanadischen Musikkommunen bis hin zu US-amerikanisch angehauchtem Indierock. Das klingt nach einem Referenz-Dreamteam!

Lange, schmierig glänzende Haare, alte Hüte, enge Hosen, weite Hemden und zerlatscht schicke Schuhe. Nein, mit dem schwedischen Fußballclub FC Friska Viljor haben diese sechs Schweden vermutlich nichts am Hut. Außer vielleicht der Gemeinsamkeit, zum Feierabend gerne mal auf das Spielchen anzustoßen. Verdientermaßen, denn sie (gemeint sind nicht die Fußballer) spielen toll! Offensiv nach vorne, aber doch sympathisch ungelenk und herrlich unkoordiniert. So klingt das Debüt von Friska Viljor, die ganz viel Feines auf diesem Album vereinen. Um dies ganz einfach zu umschreiben, hier ein paar spiel- bestimmende Namen: Arcade Fire, Built To Spill, Figurines, Seachange, Pixies und Clap Your Hands Say Yeah. Ein kleines Dreamteam also. „Bravo!“ klingt vielseitig und frisch. So, als hätte da jemand all sein Freunde und Instrumente eingesammelt, um mit ihnen Spielspaß aufzunehmen. So, als hätte da jemand etwas angetüddelt all seinen Mut zusammengenommen, um drauflos zu singen. Das klingt toll. Feelgood nennen das manche, andere Indierock mit ganz viel Soul und Sommersonne. Auf der Seite ihrer deutschen Plattenfirma Devilduck Records gibt es gleich drei Songs im kostenlosen Downloadangebot. Ein nahe liegender Schluss wäre nun, als zusammenfassende Bewertung mit dem Titel des Albums zu schließen. Aber geschenkt, hört (und schaut) lieber! (bb)

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