Delfinarium

Delfinarium

Frittenbude

Redaktionswertung: 
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„Wegen dem Eiskonfekt“ - Das wäre ein Thema für Bastian Sick, wenn es Frittenbude nicht so herzlich egal wäre, was der Sprachpedant denkt. Pedanten kennen Frittenbude aus ihrer Heimat Geisenhausen nahe Landshut zur Genüge, deshalb liefert die Sehnsucht auszubrechen auch auf ihrem dritten Album „Delfinarium“ ihre Energie.

Traurig  und einsam steht er da, der Elefant auf dem Cover von „Delfinarium“. Es ist längst nicht mehr alles eine endlose Feier im Frittenbude-Kontext. Stattdessen breiten Frittenbude ihre „Wings“ aus und bringen mit „Deutschland 500“ ein dringend notwendiges Update zu „Flimmern“. Irgendwo zwischen Goldene Zitronen, Die Sterne und Boys Noize bewegen sich die drei Bayern in Berlin auf ihrem dritten Album, und werden damit auch für Leute interessant, die schon mit der eigenen Familienplanung beschäftigt sind. Und nicht unbedingt auf den nächsten Partysoundtrack warten.

Nach der Feier kommt der Kater und Frittenbude stellen auf „Delfinarium“ Fragen nach „Woher“ und vor allem „Wohin“? Unternehmen dabei Ausflüge in die „Innere Altmark“, geben sich „Heimatlos“ feiern „Dies Das“ und damit die Liebe. Frittenbude finden auf „Delfinarium“ einige Antworten, die man sich direkt auf die Brust tätowieren könnte, doch ihre Suche ist noch nicht vorbei. Die Sehnsucht auszubrechen ist noch lange nicht gestillt, so lange es humorlose Pedanten gibt!

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