Sick Travellin'

Sick Travellin'

Fritz Kalkbrenner

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Fast im Gleichschritt veröffentlichen Paul und Fritz Kalkbrenner neue Alben. Während Paule aber weiter im eigenen Saft gart und mit seiner trancigen Sauce konsequent langweilt, wagt Bruder Fritz mit seinem zweiten Album „Sick Travellin'“ musikalisch mehr und überzeugt damit auf (fast) ganzer Linie.

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„Get A Life“, die Leadsingle zu „Sick Travellin'“, ist unerträglich kitschig. Und musikalisch viel zu nah am Hit der beiden Kalkbrenner aus „Berlin Calling“. Aber kann man einem Künstler, der auf dem gleichen Album Gil Scott-Heron covert und damit den „Godfather Of Rap“ einer Klientel näher bringt, die sich diesem Genre konsequent verweigert, deswegen böse sein? Natürlich nicht! Zumal Fritz Kalkbrenner mit „Get A Life“ seinen Großrave-Kitschvorrat auf „Sick Travellin'“ komplett verbraucht hat und mit Tracks und Songs auf die Suche danach geht, was seinem Label den Namen gibt: Soul!

Dass dabei Dancefloorbomben wie „Hummin' Hills“ und sanft pluckernde Popsongs wie „Can't Stand The Fire“ zustande kommen, zeigt nur wie breit Fritz Kalkbrenner musikalisch aufgestellt ist. Die Compilation „Suol Mates“ mag für viele Kalbrenner-Fans eine ungewohnte Herausforderung gewesen sein, sie ist aber musikalisch viel näher an dem, was Fritz Kalkbrenner ausmacht, als „Sky And Sand“ oder „Get A Life“. Mit „Sick Travellin'“ ist Fritz Kalkbrenner musikalisch noch nicht angekommen, aber auf einer guten Reiseroute zwischen Großraum-Club und Heimanlage. Der Non-Album-Track "Scissor Kick" steht dabei für die gelungene Symbiose aus beidem.

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