Landlergschwister

G. Rag & Die Landlergschwister - Landlergschwister

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend

Blasmusik, traditionell und bayerisch obendrein, das ist es was G.Rag und seine unter wechselndem Namen agierende Begleitband lieben und spielen. Klarer Fall für Carmen Nebel, aber doch nicht für den Tonspion. Weit gefehlt!

G. Rag und seine Kollegen betreiben zwar aktive Brauchtumspflege, sehen aber keinen Grund deshalb in die Tracht ihrer bayerischen Heimat zu schlüpfen und sich einen Gamsbart an den Hut zu stecken. Stattdessen entdeckt das Kollektiv den Bayern in Hank Williams und präsentiert dessen „Ramblin´ Man“ in einer Version, die irgendwo zwischen Mardi Gras BB und Tom Waits liegt.

Höhepunkt des kurzen aber heftigen Flirts mit jener Musik, die in der Hand von Schützenkapellen schnell zur Folter mutiert, ist der "Trauermarsch vom Gärtner". Hier wähnt man sich dann endgültig eher in New Orleans als im Niederbayerischen Deggendorf. Der gemütliche "Kommisar Schmelz" tut ein Übriges, um die schlimmen Gedanken an den Bullen von Tölz aus dem Kopf zu verbannen. Die "Landlergschwister" sind wie gemacht, um sich von lieb gewonnenen Vorurteilen zu verabschieden.

Florian Schneider / Tonspion.de

Teile diesen Beitrag und like TONSPION, um keine wichtigen Musik News, Video-Premieren, exklusiven Streams oder kostenlose MP3 Downloads zu verpassen:

Ähnliche Künstler

Ähnliche News

Neues aus dem Pop-Feuilleton

Neues aus dem Pop-Feuilleton

Mit Tom Waits, Feist, Justice und vielen Reunions
Es ist Freitag, und Florian Schneider hat wieder im Feuilleton geblättert. Faz, Süddeutsche und Co. haben sich diese Woche mit den Alben von Justice und Tom Waits auseinandergesetzt, Feist in Berlin gesehen und die Reunion der Stone Roses bestaunt.