Tai nasha no karosha

Tai nasha no karosha

Gabriel Ananda

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der Wahl-Kölner Ananda mausert sich mehr und mehr zum neuen Darling der deutschen Technoszene abseits der Kompakt-Pfade. Nach unzähligen EPs folgt nun sein Debütalbum, und das dürfte diesen neuen Status weiter bestätigen.

Gabriel Ananda wurde nach seiner Grunge-Phase durch Sven Väth sozialisiert, wenn man dies so sagen kann. Und im Prinzip ist dies seinen ravig bis verschrobenen Tracks auch anzuhören. Allerdings verzichtet er auf den Väth-Pathos und setzt mit seinen zumeist analog erzeugten Produktionen, sehr unverbrauchte Akzente im Bereich der durchaus harten Bassdrum. Dabei streift er ohne Anbiederung den oldschooligen Detroit-Sound, verleiht dem ganzen mit feinen Elektronika- und Dubspuren jedoch einen stark europäischen Charakter. Berechenbar ist Ananda dabei selten, so dass es Tracks für Großraves genauso wie für After-Hours gibt. Sein Debütalbum „Tai nasha no karosha“ verbindet seine Live-Erfahrungen mit der Produktionsakribie, d.h. der rockende und experimentelle Aspekt ist vereint und in verschiedenen Stilen ausformuliert - behutsamer Deep House und schroffer (Minimal-)Techno sowie eine Menge spürbare Freude am Produzieren. Gabriel Ananda bereitet mit diesem Album allen ein großes Geschenk, die Techno auch einmal ohne den Kompakt-Sound erleben wollen. Veröffentlicht wurde es auf seinem Label Karmarouge Records und auf seiner Website gibt es regelmäßig neue Live-Sets als MP3 zum Herunterladen. (jw)

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