Hundred Reasons To Kiss The Ground

Gaffa - Hundred Reasons To Kiss The Ground

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Gaffa haben über all die Jahre beharrlich an sämtlichen Trends vorbei gespielt. Sie sind sich im Grunde stets treu geblieben mit ihren spartanischen und dennoch hoch emotionalen Rocksongs. Was passierte war eine konsequente Reduktion ihres Sounds.

Und obwohl der Wechsel aus berstendem Noise und ruhigen Passagen nicht neu ist, Rock-Klischees braucht man dem Duo nicht vorwerfen. Gitarrist und Sänger Jens Berger sowie Drummer Jörg A. Schneider spielen scheinbar in einem Vakuum, das untastbar bleibt, aus dem aber viel Wärme herausstrahlt. Auch wenn sich jene Wärme als schiere Traurigkeit entpuppt, die durchaus bedrückend sein kann, Gaffa verlieren sich nicht im Pathos oder Wehleidigkeit. Man merkt zwar deutlich, dass die Band gereifter und gesetzter an Musik herangeht, aber auch, dass sie sich gegen ein Erwachsenwerden wehrt, ohne die erwachsene Realität zu verleugnen. Nach einer langen Pause zwischen den ersten beiden Alben, folgte das dritte Album Anfang dieses Jahres erstaunlich schnell. Nach dem Weggang des Bassisten Heiko Schramm, scheint die neue Duo-Konstellation neue Energien geweckt zu haben. „Hundred Reasons To Kiss The Ground“ ist nämlich weder ein Schnellschuss noch ein großer Neubeginn. Es ist ein Gaffa-Album! Und drei Songs gibt es daraus zu hören. (jw)

Gaffa

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