Get Well Soon - THe Horror
TONSPION TIPP

Get Well Soon - The Horror

Artist: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend

Konstantin Gropper glaubt nicht mehr an die Liebe. Nach seinem Konzeptalbum „Love“ gibt sich das Mastermind hinter Get Well Soon den tiefsten Abgründen seiner Träume hin. Und klang dabei noch nie so schön und angsteinflößend zur gleichen Zeit.

Sweeney Todd – die Geschichte des Barbiers aus der Flat Street, der sich an allen rächt, die ihn vor 15 Jahren von seiner Frau trennten, seine Tochter kidnappten, und der mit seiner zwielichtigen und genauso verrückten Freundin das Fleisch der toten Kadaver zu schmackhaften Pies weiterverarbeiten und ihrem kleinen Gewerbe so wieder neues Leben einhaucht.

Johnny Depp und Helena Bonham Carter spielen die beiden Hauptcharaktere und singen sich blutdurstig von einer aufgeschlitzten Kehle zur nächsten. Es ist dieses Horror-Musical, an das man beim neuen Album von Get Well Soon immer und immer wieder zwangsläufig denkt.

Inspirationen bezog das Mastermind Gropper stellenweise aus seinen eigenen Albträumen. „Collapse“, „Dinner in Carinshall“ – die Vorstellung eines Abendessens mit Hermann Göring (What the Fuck!) – und „Strangled“ sind der Versuch seine düsteren Geheimnisse hörbar zu machen. Die Gefühle, die sie auslösen, müssen nicht zwangsläufig die sein, die Gropper beim Komponieren im Sinn hatte.

Trotzdem ist das existenzielle Gefühl der Angst universell und für jeden dann doch irgendwie gleich. „The only thing we have to fear“ ist im Vergleich dazu dann fast schon ein bisschen fatalistisch angehaucht, deswegen aber keinesfalls ohne den so faszinierenden, großspurigen Charme.

Konstantin Gropper musste einsehen: Nicht die, noch auf dem letzten Album von ihm besungene, Liebe bewegt die Welt im Innersten. Es ist die Angst. Dieses Konzeptalbum namens „The Horror“ beschäftigt sich mit all seinen widerlichen Facetten. In bester Crooner-Frank-Sinatra-Pose – der Vergleich ist weniger größenwahnsinning, als viel mehr ziemlich passend – fährt Gropper die ganz großen orchestralen Geschütze auf.

Cineastisch angehaucht war Get Well Soon schon immer. Bei „The Horror“ wünscht man sich jetzt aber einen Stanley Kubrick, der zu diesen gleichermaßen traumhaft-schönen, wie auch zutiefst angsteinflößenden Melodien eine ebenso mitreißende Story auf die Kinoleinwand bannt.

Ähnliche Künstler

Empfohlene Themen

Videopremiere: Get Well Soon - "It's Love" mit Udo Kier

Videopremiere: Get Well Soon - "It's Love" mit Udo Kier

Hollywoods liebster Bösewicht in Aktion
Am 29. Januar 2015 erscheint das vierte Album "Love" von Konstantin Gropper aka Get Well Soon. Im ersten Video "It's Love" spielt Hollywood-Bösewicht und Fassbinder-Schauspieler Udo Kier das, was er am besten kann. 
Albumstream: The Notwist - "Close To The Glass"

Albumstream: The Notwist - "Close To The Glass"

Vier Tage vor Veröffentlichung gibt’s „Close To The Glass“ für alle
Am Freitag, den 21.02.2014 erscheint das neue Album von The Notwist. „Close To The Glass“ ist ein heißer Kandidat für die „Album des Jahres 2014“-Liste, nicht zuletzt durch den Hit „Kong“. Jetzt gibt es das Album in voller Länge im Stream zu hören.
Video: The Notwist - "Kong" (Premiere)

Video: The Notwist - "Kong" (Premiere)

Animationsvideo zum Hit des neuen Albums "Close To The Glass"
„Kong“ ist unbestritten der Hit auf dem neuen The Notwist-Album „Close To The Glass“. Regisseur Yu Sato hat dazu jetzt ein animiertes Video gedreht, das es bei uns ab 16 Uhr zu sehen gibt.
Livestream: The Notwist stellen ihr neues Album vor

Livestream: The Notwist stellen ihr neues Album vor

Dienstag ab 21 Uhr hier das Konzert aus dem Divan du Monde in Paris streamen
The Notwist veröffentlichen Ende Februar ihr neues Album „Close To The Glass“. Die Tour dazu hat bereits vor einigen Tagen begonnen und bringt die Band heute nach Paris. Ihr Konzert im Club Divan Du Monde überträgt Arte Live Web, den Livestream könnt ihr hier am 28.1.2014 ab 21 Uhr sehen.