Twelve Reasons To Die

Twelve Reasons To Die

Ghostface Killah

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Man sollte die Mitglieder des Wu-Tang Clan niemals abschreiben. Jüngstes Beispiel: Ghostface Killah . Das Konzeptalbum „Twelve Reasons To Die“, Vorlage für eine Comicserie, gehört zum Besten, das den inneren Zirkel des Clan je verlassen hat. Vor allem ein Verdienst der Soul satten Vintage-Produktion von Adrian Younge.

Zwölf Songs übergibt Ghostface Killah einen in die Obhut seines Alias Tony Starks, einem Ganoven, der direkt aus Filmen wie „Scarface“ entsprungen sein könnte. Produzent Adrian Younge besorgt den perfekten Soundtrack dazu. Vintage-Sound, wie man ihn aus Blaxploitation-Filmen der 70er Jahre kennt, der wenig Wert darauf legt, wie Rap zu klingen. Und genau dadurch zum Ansporn für Ghostface Killah und die Feature-Gäste aus dem Clan wird, am Mic das abzuliefern, was Mitte der 90er Jahre Hip-Hop auf den Kopf gestellt hat.

Gemeinsam schaffen Ghostface Killah und Younge eine unwirkliche Atmosphäre, in der man den Nebel aus den Gullys in New York aufsteigen sieht, in einer Gasse hört man Schritte auf regennassem Asphalt, irgendwo dröhnt ein Martinshorn. Younges Produktion verzichtet dabei auf offensichtliches Sampling, stattdessen setzt der Multi-Instrumentalist auf „richtige“ Instrumente und ein Bandfeeling, ohne „Twelve Reasons To Die“ zum überambitionierten Crossover-Projekt verkommen zu lassen. So wird „Twelve Reasons To Die“ zu einem weiteren Klassiker im Katalog des Wu-Tang Clan und ein weiterer großer Wurf für RZAs Label Soul Temple.

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