Punk...Not Diet!

Punk...Not Diet!

Giardini Di Mirò

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Italien. Land und Leute gelten eigentlich nicht als die großen Melancholiker. Giardini Di Mirò belehren uns eines besseren und markieren Italien auf der großen Postrockkarte mit pastellfarbenen Buntstiften.

Vor einigen Jahren gab es mit Yuppie Flu ein erstes weit ausholendes Achtungszeichen für Alternative/Indietronics Musik aus Italien. Plötzlich waren Giana Nanini und Eros Ramazotti nicht mehr die einzigen unsäglichen Assoziationen, die einem beim Thema Italien in den Sinn kamen. Etwa zur gleichen Zeit bewegten sich auch Giardini Di Mirò in Richtung Postrockolymp. Die mittlerweile zum Sextett angewachsene Band formt ihre vorwiegend instrumentalen Stücke zu solch epischer, fast orchestraler Weite, dass es einen zu erdrücken droht und doch bleiben sie zerbrechlich. Die Harmonien in den Laut/Leise-Dramaturgien lassen die Melancholie zu einem wunderschönen Zustand werden. Pastellfarben sind fast alle, sich automatisch einsetzenden, imaginären Slow-Motion Bildsequenzen. Neben Gitarre, Schlagzeug und Bass treten vor allem die Trompete sowie die Geige weiter hervor. An manchen Stellen ergänzt auch ein Gesangspart das Ganze. Nach dem Debütalbum „Rise And Fall Of Academic Drifting”, dem dazugehörigen Remixalbum sowie einigen EPs veröffentlichte nun das Hamburger Label 2nd Rec. ihre zweite LP namens „Punk...Not Diet“. Auf der extra dafür eingerichteten Website kann man sich selbst von Italiens neuen Helden überzeugen. (jw)

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