Glasvegas

Glasvegas

Glasvegas

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Erstmal volle Punktzahl für diesen Bandnamen. Aber auch was den musikalischen Output betrifft, wird gepunktet: in UK sind sie mit ihrem düsteren Rock-Synthie-Sound die Newcomer der letzten Wochen.

Download & Stream: 

Der Pathos von Suede, die Düsterheit von Interpol und den Appeal der Killers. Vielleicht sogar noch den Charme von Morrissey. Also mehr geht eigentlich nicht. Außer man möchte auch noch Nirvana covern. Und selbst "Come As You Are" haben sie gelungen neu-interpretiert. 

Aber von vorne: Glasvegas kommen wie es der Name andeutet aus Glasgow. Sie waren dort schon in der Szene bekannt, veröffentlichten einige kleine Releases, aber als das Debütalbum im September erschien, schossen es komplett und unvermittelt in die UK-Charts. Und wer ist daran maßgeblich beteiligt? Genau, Alan McGee - der Entdecker von Oasis - managed die Band und dürfte damit das geschafft haben, was ihm kaum noch jemand zugetraut hätte - nämlichen einen echten Coup.
Glasvegas sind der willkommene Missing Link. Nachdem die Editors irgendwie ausgespielt haben, Bloc Party zu nervös scheinen und man längst jeden Joy-Division-Song auswendig kennt, ist das hier die Band zum richtigen Zeitpunkt. Rock-Pose und Synthie-Kitsch. Tragik und Melancholie, nostalgisch, aber nicht altbacken. Der Soundtrack für den tristen November. Und selbst die Kür - nämlich einen Frauennamen zu besingen, ohne das es peinlich wird - meistern Glasvegas par excellence.
Jan Schimmang / tonspion.de  

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