Harmonium

Glös - Harmonium

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Ehemalige Mitglieder von Engine Down und Denali bzw. jetzige Mitglieder von Sparta und Heavens haben über eine Zeitspanne von zwei Jahren und eine Distanz von unzähligen Kilometern ein Album via Email zusammengeschustert – und das klingt richtig gut.

2005 begannen sie damit, sich regelmäßig von Küste zu Küste, Stadt zu Stadt und Rechner zu Rechner musikalisch auszutauschen und auf dem Laufenden zu halten. Keeley Davis, der mittlerweile die eingängigere Hälfte der At The Drive-In-Nachfolger Sparta unterstützt, und sein ehemaliger Engine Down-Schlagzeuger und jetztiges Heavens-Mitglied Cornbread Compton schickten sich immer mal wieder ein paar Files mit Songideen übers Netz zu. Eine eher ungewöhnliche Arbeitsweise für zwei Musiker, die in der Vergangenheit in einer Indie-Rockband spielten, die nahezu ausschließlich ihre Songs im Proberaum komponierte und in ihrem intuitiven Zusammenspiel ihre größten Momente hatte, in denen sie Melodie mit Rhythmus unnachahmlich miteinander vereinte. Diesen musikalischen Schmelzpunkt hört man bei „Glös“ nun wieder aufblitzen, wenn sich die großartigen Harmonien und der wohlklingende Gesang mit rhythmischer Finesse verweben. Im Gegensatz zu Engine Down klingen Glös weitaus poppiger, weniger krachig und schlichtweg luftiger, sind deshalb aber noch lange nicht oberflächlich oder eindimensional. Nicht ganz unschuldig daran ist auch Keeleys Schwester und die ehemalige Denali- Mitstreiterin Maura Davis, die sich förmlich in dieses Duo einmischte – aber auch nur via Email natürlich. Es gibt somit viel zu entdecken in diesen elf Tracks, die in ihrer Gesamtheit ein gelungenes Experiment darstellen, das viel zu schön ist, um es bei einem solchen zu belassen. (bb)

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