Great Lake Swimmers – The Waves, The Wake

Great Lake Swimmers - The Waves, The Wake

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Seit 15 Jahren machen die Great Lake Swimmers nun bereits zusammen Musik: Entgegen des Titels ihres neuen Albums, ist die Musik darauf jedoch keine Welle, sondern eher eine sanfte nostalgische Brise.

Mit Harfen, Lauten, Pfeifenorgeln, Holzbläsern, Congas und Marimbas im Gepäck, baut die Band aus Toronto zarte Songgebilde, in die sich die Hörer wie in einen Vintage-Pavillon setzen und verzückt lauschen. Lieder wie ein sanfter Windhauch, Melodien wie Vogelgezwitscher, alleine zuhörend, aber doch nicht allein gelassen:

Video: "Alone But Not Alone"

Die weiche Stimme von Sänger Tony Dekker fungiert dabei als Wegweiser durch das Dickicht dieser reduziert eingesetzten Instrumente, in denen man sich nur allzu leicht verlieren könnte. Das ist alles sehr gut wie geschmackssicher aufgebaut, ein Risiko gehen die Great Lake Swimmers mit ihrem achten Album jedoch nicht wirklich ein.

Die Gefahr, in die sich die Marathonschwimmer begeben, die durch große Seen schwimmen und denen sie mit ihrem Namen Tribut zollen, ist nicht zu spüren, dafür die Art von Trance, in die man wohl bei solch einem Unterfangen gerät.

Auf "The Waves, The Wake" wird der Folk der 1960er-Jahre evoziert, ohne dessen Erweckungsmoment und der Slow-Mo-Indie der Red House Painters, ohne deren wellenartige Emotionen, die einen förmlich umspülten. Angesichts des sanften wie hypnotischen Sounds auf dem Album wäre der Name Great Pool Swimmers eigentlich auch nicht verkehrt.

Great Lake Swimmers Tour 2018:

15.12.18 Freiburg - Swamp 
16.12.18 Hamburg - Hafenklang
17.12.18 Kopenhagen - Hotel Cecil
18.12.18 Berlin - Kantine am Berghain

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