Yellow House

Yellow House

Grizzly Bear

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Nachdem Warp Records schon mit einer Band namens Battles in ihrem Programm überraschte, legen sie nun nach: Grizzly Bear aus Brooklyn passen ebenfalls nicht so recht in das Warp´sche Bild, machen sich im Ohr aber ziemlich gut.

Geduldig muss man den ersten zwei Minuten lauschen, denn erst dann scheint es bei „On A Neck, On A Spit“ wirklich loszugehen. Und zwar richtig schön, manchmal wie Modest Mouse, manchmal wie Grandaddy und manchmal wie Built To Spill. Den Grundstein legte Edward Droste vor einigen Jahren daheim, als er begann, in seinem Schlafgemach in Brooklyn Songs zu schreiben und aufzunehmen. Schlagzeuger Christopher Bear (der ohne Flachs tatsächlich schon sein Leben lang diesen Nachnamen trug) stieg als Liveunterstützung zum ersten Albums „Horn Of Plenty“ (2004) in die Band ein. Sukzessive wuchs der Grizzly zu einem immer imposanteren Getier heran: Chris Taylor war dann der Dritte im Bunde, der sich zukünftig um Bass und elektronische Elemente kümmern wollte. Komplett war das Quartett dann schließlich, als Daniel Rossen gesanglich wie musikalisch Einfluss nahm. Das im September erscheinende Album „Yellow House“ haben die vier Jungs letzten Sommer daheim im Wohnzimmer von Drostes Mum, die in diesem schönen gelben Haus wohnt, aufgenommen. Und das hört man: Sympathisch, heimelich und leicht klingen die neuen Songs. Trotz vieler Spuren, vieler Sounds und vieler Instrumente, bleibt es doch ein Album voll countryeskem, dunklem Poprock. Akustische Experimente, die im Lo-fi-Gewand dick und schön geworden sind. (bb)

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