The Growlers "City Club" Album Cover

The Growlers - City Club

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Neues Label, neuer Produzent. Auf ihrem fünften Album, “City Club”, werden The Growlers erwachsener und eingängiger. Beides steht der Band enorm gut.

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Die ersten drei Alben der Growlers waren geprägt vom untergründigen Lo-Fi einer handfesten DIY-Band der 00er – mit ordentlich Schrammelromantik und Proberaumcharme. Ihr Sound lag irgendwo zwischen eingängigem Country, lässigem Surf und der beneidenswert ungehemmten Laszivität einer überalkoholisierten Kneipenband. Die Kritiker tauften ihre Musik “Beach Goth” und Kalifornien liebte sie.

Auf ihrem vierten Album “Chinese Fountain” wurde 2014 dann plötzlich alles “more polished”. Synthies, Tanzbarkeit und ein dezenter Hang zur breit aufgestellten Öffentlichkeitstauglichkeit schlich sich in die Songs der Band. Auf Platte Nummer Fünf, “City Club”, setzen sie diesen Trend jetzt fort. Mit teilweise hymnischen Melodien und jeder Menge Retro-Disco-Sounds.

Nur statt ihre Vergangenheit endgültig im Glitzer-Glitzer der Neonbeleuchtung verschwinden zu lassen, liegt diese jetzt fast noch deutlicher und hell erleuchtet in der Mitte des Sounds. So prominent und herzhaft rotzig dahin gekritzelt klangen die Vocals von Brooks Nielsen bisher jedenfalls noch nie; so viel untergründige Erotik suchte man auf den Alben davor vergebens.

Ein Umstand den wir wohl auch dem neuen Mann im Team, The Strokes- Frontmann Julian Casablancas, zu verdanken haben. Er debütierte für “City Club” als Produzent. Und er scheint es gewesen zu sein, der der neuen Platte nochmal eine extra Portion Groove drauf packte und ihr den gewissen Touch Arctic Monkeys verlieh. Vielleicht ist das aber auch dem Umstand zu schulden, dass dieses Album das erste ist, das nicht die gesamte Band, sondern lediglich Frontmann Brooks Nielsen und Matt Taylor geschrieben haben.

Wo früher die schrammeligen Gitarren standen, da steht jetzt das Fette – der "Beat". Der Bass presst den Groove in die Songs und das Schlagzeug treibt die catchy Synthies. Die beiden Singles “City Club” und “Night Ride” sind die besten Beispiele dafür. Sie gehen straight in die Beine, statt erst den umständlichen Umweg durchs Glas in den Kopf zu nehmen.

Oder kurz: Die ehemals jugendliche "Wir wissen es nicht besser"–Manier der Growlers hat sich auf "City Club" zu einer gut inszenierten und gesunden Rocker-Hybris entwickelt.

"City Club" erscheint am 04.11.2016 auf Cult Records.

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