Pressure Island

Hack Mack Jackson - Pressure Island

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend

Countrymusik ist für alte Männer! Das weiß man doch seit die Aeronauten davon ein Liedchen sangen. Nun, Hack Mack Jackson sind auch keine zwanzig mehr, ihre „Countrybillyswamp“-Melange klingt dafür umso frischer.

Wer sagt denn, man müsste das weite Feld des Country hierzulande gänzlich drögen, an der Grenze zum Schlager operierenden Leuten wie Truck „Großstadtrevier“ Stop überlassen. Fink aus Hamburg beweisen es schon länger, Country geht auch mit deutschen Texten; Hack Mack Jackson treten den Beweis an, dass Countryeskes ganz schön rocken kann. In bester Punktradition, der ihrer Heimatstadt Düsseldorf nämlich (ja, es gibt ein Leben jenseits, vor und nach den Toten Hosen), wurden die elf Songs und drei Coverversionen in fünf Tagen in Hamburg eingespielt. An den Reglern und der Slidegitarre half DM Bob aus, ansonsten galt die Devise: roh und schmutzig muss es sein. So wie jene Szene aus Quentin Tarantinos „Reservoir Dogs“, die der schlaue US-Regisseur genial mit „Stuck in The Middle“ von Gerry Rafferty unterlegte. Jene Szene also, in der ein leicht entrückter Michael Madsen, ein Messer und ein Ohr die Hauptrolle spielen … Der atemlos rumpelnden Dampfwalzen-Version von Hack Mack Jackson sollte man ebenfalls sein Ohr schenken. Heckmeck war gestern, jetzt geht´s nach vorne. Musik, die vor Energie und Power strotz und das ganz ohne Doublebass-Gewitter, tiefergestimmten E-Saiten oder hyperverzerrtem Geriffe. Nein, Hack Mack Jackson schaffen das allein unter Zuhilfenahme gewöhnlichen Country-Instrumentariums. Davor ziehe ich den (Cowboy-) Hut! Ride on, boys! (fs)

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