Future Noir

Future Noir

Hanin Elias

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Verzerrt brät der digitale Beat durch dunkle Gitarrenriffs, räkelt sich Verderben verführerisch auf dem Bett. "I can make you feel good", flüstert Hanin Elias vielversprechend und hält das brennende Streichholz zärtlich an unser Haar.

Auf ihrem eigenen Label Fatal Recordings erscheint im kommenden Frühlingsmonat Mai Hanin Elias` drittes Soloalbum. Ein düsterer Batzen Beat, manisch-freudlose Tanzmusik zwischen Wichtigkeit und Effekthascherei - Digital Hardcore halt, wie ihn Hanin Elias schon mit Atari Teenage Riot definierte. "Future Noir" kann und will dem nichts spektakulär Neues hinzufügen. Doch Schläge ins Gesicht sind nicht weniger schmerzhaft, nur weil man sie erwartet. Wut nicht weniger akut, nur weil man schon mal so ein Lied über sie gehört hat. Zufrieden mit dem eigenen Ausdruck rennt "Future Noir" Wände und Bäume um, sucht und zerstört Herzlichkeit und geht Kompromisse nur unter Vorbehalt ein. Beats, Noise, Hauchen, Schreien. Thurston Moore von Sonic Youth spielt auch mal mit. (sc)

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