The Head And The Heart – Living Mirage (Album Cover)

The Head And The Heart - Living Mirage

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Nach dreijähriger Pause ist der Indie-Folkrock des Sextetts aus Seattle noch harmonischer: The Head and The Heart verschmelzen auf "Living Mirage" Kopf und Herz miteinander.

Der starke und variable Gesang der Bandmitglieder ist auf dem neuen Album das mitreißendste Moment, auch wenn ein Track darauf "People Need A Melody" heißt: Ja, auch das ist durchaus auf "Living Mirage" in melancholisch harmonischer Weise gelungen, aber die vielen mehrstimmingen Chöre machen aus den Songs darüber hinaus warme wie wärmende Mäntel der Behaglichkeit.

Video: Missed Connection

Trotz all der vielbeschworenen Harmonie wirken die Songs dennoch nicht wie eine beliebige Folkdecke, sondern kratzen zuweilen ein wenig und erinnern damit auch immer ein bisschen an eine Stevie Nicks und deren Fleetwood Mac. Im Titelsong "Living Mirage" kommt sogar die eindringliche Melancholie des Eighties-Duos Cock Robin auf.

Video: People Need A Melody

Charmante und charismatische Melodien mit zarter Violine, sanftem Schlagzeug und facettenreichen Vocals: The Head And The Heart wollten einen Neuanfang und dieser ist ihnen durchaus gelungen. Die Kunst ist es dabei, die laut der Band schwierige Arbeit federleicht klingen zu lassen.

Im Gegensatz zu anderen Indiefolkbands fällt der Sound der Band so relativ brav aus und ist ohne irgendeine Weirdness in den Tracks - gerade die Songs in der Mitte des Albums sind so doch ein wenig zu "artig" geraten. Die poppige Ausrichtung des neuen Albums ist damit eher eine sanfte Sommerbrise, denn ein herber Herbstwind.

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