Dear Painter, Paint Me

Dear Painter, Paint Me

Heartthrob

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Zum zehnjährigen Jubiläum hat Richie Hawtins Label Minus eine zehnwöchige Pause eingelegt. Keine Releases, keine DJ-Dates. Seit ein paar Wochen ist das "Embargo" zu Ende und die ersten Releases rollen an. Mittendrin: Heartthrobs Album "Dear Painter, Paint Me".

"Baby Kate" verankerte Heartthrob alias Jesse Siminski fest im Herzen jedes Ravers mit Sinn fürs Minimale. Inzwischen hat Siminski, der bis vor kurzem noch in Paris wohnte, den unvermeidlichen Schritt vollzogen und seinen Lebensmittelpunkt nach Berlin verlegt. Trotzdem hat sein Album mit dem rein funktionalen Minimal-Einerlei aus der Hauptstadt wenig gemein.

Siminski geht es auf "Dear Painter, Paint Me" nicht darum, "Baby Kate" 2.0 aus der Taufe zu heben. Wenngleich es dazu Ansätze gibt, wie sich in "Confession" oder der ersten Single "Signs" hören lässt, die trotz funky Vertracktheit Basslines fürs kollektive Gedächtnis bereithalten. Mehr Augenmerk als auf die Abfahrt legt Siminski jedoch auf die kleinen Details. Kippenbergers Kunst, von dem sich Siminski den Albumtitel ausgeliehen hat, ist schließlich auch nur auf den ersten Blick oberflächlich und schnell zu goutieren. Zweimal hinhören lohnt sich.

Florian Schneider / Tonspion.de

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