Helena Hauff - Qualm

Qualm

Helena Hauff

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Elektronische Musik mit analogen Mitteln: Helena Hauff nennt ihr neues Album wohl nicht deshalb "Qualm", weil sie leidenschaftliche Raucherin ist. Dem Selbstoptimierungszwang setzt sie eine musikalische Selbsterforschung voller Nebel und Rauchschwaden entgegen.

Der Albumtitel ist doppeldeutig: Zum einem in seiner deutschen Bedeutung, die auch auf den Nebel in einem Club bezogen werden kann, zum anderen in seiner englischen, die Zweifel meint. Hauff spielt mit diesen Bedeutungen, indem sie dem ruhigen ambientlastigen Track "Qualm", gleich den pulsierenden "No Qualm" hinterherschiebt.

Dahinter kann man eine Selbsterforschung oder Selbstbefreiung sehen: Wenn der Dunst des Selbstzweifels über einem liegt, wie verhalte ich mich dann? Werde ich produktiv? Hauff beantwortet dies mit einem klaren Ja.

Video: "No Qualms"

"Qualm" ist ein rohes sowie grobkörniges Album geworden, die Musik darauf getragen von einer nachdenklichen, trotzigen Grundstimmung: Analoge Drums, minimale Beats, Detroit-Techno und ein Hauch von Industrial sind das Grundgerüst des Werks, das wie ein DJ-Set aufgebaut ist.

Es endet mit einem episch-emotional-elektronischen Track namens "It Was All Fields Around Here When I Was A Kid", der sich ein wenig wie die End-Credits eines Computergames anhört und in jedem Fall der perfekte Abschluss einer Partynacht wäre.

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