The Young Machines

The Young Machines

Her Space Holiday

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

An der Schnittstelle von Pop und elektronischer Musik experimentiert der US-Songwriter Marc Bianchi unter seinem Pseudonym Her Space Holiday. Auf seinem neuen Album "The Young Machines" verfeinert er sein Prinzip.

Nicht nur REM oder Bright Eyes, für die er zuletzt Remixe anfertigte, wissen die Fähigkeiten des Produzenten Marc Bianchi zu schätzen. Auch im Rest der USA interessiert man sich abseits des alles beherrschenden HipHop oder der Gitarrenrockmusik so langsam immer mehr für elektronische Musik. Marc Bianchi legt diesen Neugierigen einen roten Teppich aus, wenn er in seine Songs warme Melodien und erdige Instrumente einbaut, um die Zuhörerschaft nicht mit all zu kalten oder synthetischen Klängen zu überfordern. Dennoch produziert Bianchi überwiegend alleine und überwiegend mit elektronischem Equipment. So erweitert er sein Klangspektrum mit Klavier, Streichorchester oder Bigband - ganz nach Belieben - benutzt die unerschöpflichen Möglichkeiten der Technik aber nie zum Selbstzweck, sondern nur, um seine Songs ins richtige Licht zu tauchen. Die Dämmerung der Melancholie legt sich dann über die stimmungsvollen Klanggemälde von Her Space Holiday und man fängt an zu träumen von einem verschlafenen Kaff irgendwo in Kalifornien, wie es Bianchi in der ruhig dahinplätschernden MP3 Auskopplung des neuen Albums "The Young Machines" beschreibt. (ur)

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