DJ-Kicks

Hercules And Love Affair - DJ-Kicks

Redaktionswertung: 
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Ein Beitrag von Hercules & Love Affair zur DJ Kicks-Reihe lag auf der Hand, werden Andy Butler und Co. doch in Sachen Management von K7 betreut. So wäscht eine Hand die andere. Wir haben trotzdem etwas davon, denn Butlers Zusammenstellung ist ein Ausflug in die Geschichte der House Music, bevor sie Plastikacts vergewaltigt haben.

Photek, Maya Jane Coles und jetzt Hercules & Love Affair: Bis auf den Beitrag von Digitalism stand die DJ Kicks-Reihe 2012 ganz im Zeichen von House. Andy Butler von Hercules & Love Affair bleibt es vorbehalten einen Strich unter das Jahr zu machen und die Geschichte von House noch einmal in einem Mix zusammen zu fassen. Prototypische Tracks des Jahres 2012, wie „Child“ von George Fitzgerald, zeigten, dass das Interesse an den Wurzeln von House schon lange nicht mehr so groß war wie derzeit. Was läge also näher als das Jahr mit einem Mix zu beschließen, der sich an einer, naturgemäß unvollständigen, Zusammenfassung versucht, was House eigentlich ist?

Mit seinem Mix, der von den frühen 80er Jahren bis ins Jetzt reicht, legt Andy Butler auch die Wurzeln von Hercules & Love Affair frei: Proto-House mischt sich mit Disco und Vocals sorgen für zusätzliche Tiefe. Alte Tracks, wie die von Rhythm Mode:D und Victor Simonelli, und aktuelle Produktionen wie „A Bit Of Redemption“ von Haze Factory oder „Remember Me“, Hercules & Love Affairs eigener Beitrag zum Mix, zeigen die enorme Tiefe von House, die ihm zwischendurch abhanden gekommen war. Butlers Mix ist wie eine Kampfansage an all die Plastik-Djs, die House mit EDM verwechseln und am liebsten nur noch vorgemixte CDs spielen würden. Nachsitzen! Jetzt!

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