Hercules And Love Affair

Hercules And Love Affair - Hercules And Love Affair

Redaktionswertung: 
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Hercules & Love Affair: Wer hinter diesem Namen den neuen Song von Meat Loaf vermutet oder ein Musical, das den Herakles-Mythos auf "Sex in the City"-Format bringt, ist auf der falschen Fährte. Trotz komischem Namen gehören diese New Yorker zu den Guten in Sachen Disco.

Viele Informationen gibt es zu Hercules & The Love Affair nicht zusammen zu tragen. Hinter dem Projekt steckt in erster Linie Andrew Butler, der sich auf den ersten Maxis und dem bald folgenden Album auf DFA Records von verschiedenen Sängern unterstützen lässt. Hauptsächlich in Tateinheit mit der Künstlerin Kim Ann Foxman und Antony Hagerty (Genau, der Antony von Antony & The Johnsons) tut Butler so, als hätte es den Niedergang von Disco nie gegeben.

Luftige und mit viel Liebe zum Detail gebaute Tracks sind es, die Butler zu bieten hat. Soundästhetisch ganz tief in den späten Siebzigern verwurzelt, werden es Tracks wie "Blind" leicht haben im Hier & Jetzt groß raus zu kommen. Anthony Hagerty gibt jedenfalls alles, um aus einer schillernden Disconummer eine Hymne zu stricken. In anderen Fällen kommt Hagertys Stimme nicht so populär, aber doch prägnant zum Einsatz, wie in "Hercules Theme": Ein dickes Rhodes und mächtige Streicher katapultieren einen hier zurück ins funky New York auf halbem Weg zum HipHop. Wunderbar!

Florian Schneider / Tonspion.de

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