Trails Are Ablaze!

Trails Are Ablaze!

Hitch

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Warum immer zu neuen Ufern aufbrechen, wenn schon so viel Gutes angeschwemmt wurde? Drei Belgier namens Hitch haben Postrock-Strandgut eingesammelt, das Dich Quicksand-artig und in guter alter Steve Albini-Manier im Groovenacken packen wird.

Belgien hat sich bisher sicherlich nicht aufgrund einer außerordentlich spektakulären oder gar wegweisenden Gitarrenmusikszene hervorgetan. Reiziger waren zwar alles andere als gewöhnlich, aber eben auch allein auf weiter belgischer Flur. Hitch erfinden den Postrock nicht neu, wissen dafür aber sehr genau mit ihm umzugehen. Immer tight und groovend, so dass man um das Mitnicken nicht herumkommt. Auf Shipping News-Riffs folgen Quicksand-Parts, die an die guten alten Zeiten erinnern. Hier und da ein kurzer schräger Ausflug, um die Wirkmächtigkeit des anschließenden Melodieloops zu stärken und die Songs enden abrupt und überraschend. Postrock naturell eben. Keine Offenbarung, aber doch eine runde und gutgemachte Sache, über die man sich freuen darf. Sicher, diese Musik könnte man um einige Jahre älter schätzen, als sie tatsächlich ist. Sicher, sie klingt wie von Übersee kommend. Sicher, ihre Halbwertzeit dürfte relativ überschaubar sein, aber ein derartiger Fund an der belgischen Küste ist mit ähnlich hoher Wahrscheinlichkeit eher ungewöhnlich. Und verdammt noch mal: Es rockt einfach! Kopf und Knie werden sich selbstständig machen. Ganz sicher. Und jetzt genieß` den Groove! (bb)

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