Lex Hives

Lex Hives

The Hives

Redaktionswertung: 
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„Everybody come on!“ – kurz und knackig stellen The Hives ihre Forderungen mit "Lex Hives" zu Beginn klar. Selbstbewusst wie eh und je, und dazu in schnieker Abendgarderobe, lassen es die Rocker fünf Jahre nach "The Black And White Album" wieder kräftig kesseln.

Anfang der 90er haben sich The Hives in der schwedischen Provinz gegründet.  Mit "Lex Hives" sind sie trotzdem erst beim fünften Studioalbum angekommen. Schnelligkeit heben sie sich lieber für ihre Songs auf, bei denen The Hives das Gaspedal häufig bis zum Anschlag durchdrücken. Ungezügelt ist das Quintett so aus den engen und kleinen Clubs heraus gestürmt, und hat im Laufe seiner Karriere die großen Bühnen der Rockwelt erobert. "Hate To Say I Told You So" oder "Walk Idiot Walk" sind dazu immer noch sichere Nummern wenn es darum geht, die Tanzfläche in Schwung zu halten.

2012 wissen die Skandinavier wieder, wo ihre Stärken liegen, experimentieren weniger als auf dem Vorgänger und konzertieren sich auf ihre energetischen Punk’n’Roll-Songs. Oft mit Vollgas, hektisch und großspurig wischt einem Lex Hives dynamisch durchs Gesicht. Kein glatt gebürstetes Geplänkel. Selbst produziert lassen es The Hives wieder kräftig scheppern und rufen einem ins Gedächtnis, wie diese Live-Granate den Begriff Garagen-Rock Ende der 90er reformiert hat.

Damit machen die stets schwarz-weiß gekleideten Herren um Howlin' Pelle Almqvist ihrem lauten Ruf alle Ehre, und zaubern ein quicklebendiges Album aus ihren Zylindern. Mit dem Blick auf die eigenen Wurzeln, präsentieren sich The Hives frisch gestylt für die großen Rockbühnen. Woanders ist es schlicht zu eng für die impulsiven Ansagen von "Lex Hives" - also: "Everybody come on!".

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