In Our Heads

Hot Chip - In Our Heads

Redaktionswertung: 
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Ganz schön viel Hot Chip für ein Jahr. Nach den gelungenen Alben von New Build und The 2 Bears veröffentlichen Hot Chip 2012 ihr fünftes Studioalbum. „In Our Heads“ klingt dabei wie die Schnittmenge aus New Build und The 2 Bears plus Alexis Taylors einzigartiges Falsett.

Die Genese des Hot Chip Sounds anno 2012 kann man gut an den Alben von The 2 Bears (Joe Goddard) und New Build (Al Doyle und Felix Martin) nachvollziehen. Letztere dürften für die 80er Anleihen verantwortlichen sein, während Goddard den liebenswerten Tanzbären gibt, der auch mal offensichtliche Witze mitreißend erzählen kann. Der Kitt, der alles zusammenhält, ist Alexis Taylors markante Stimme.

„In Our Heads“ ist fantastisch produzierte Popmusik, immer tanzbar, eingängig und clever. In ihrer Überfülle sind diese Songs schon fast zu perfekt. Auch wenn es mit „Night And Day“ und „Flutes“ zwei Übertracks gibt, hält es einen emotional auf Distanz. Sympathische Blödeleien wie „Wrestler“ oder „Bendable Poseable“ haben Hot Chip in ihre Nebenprojekte ausgelagert, stattdessen gibt es ernsthafte Popsongs.

Dass die bei Hot Chip immer noch smoother und unterhaltsamer ausfallen als bei vielen anderen Bands, dürfte klar sein. Doch auf Albumlänge so richtig packen kann einen „In Our Heads“ nicht, dazu macht „In Our Heads“ zu viel Aufhebens um die Kreativität seiner Schöpfer, statt sich in den Dienst des Songs zu stellen. Das Gefühl, das man schon bei „One Life Stand“ hatte, verstärkt sich durch „In Our Heads“ noch: ewig werden Hot Chip mit der Nerdnummer nicht durchkommen!

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