Why Make Sense?

Hot Chip - Why Make Sense?

Redaktionswertung: 
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Die Electro-Popper von Hot Chip bringen am 18. Mai, nach drei Jahren Funkstille, ihr neues Album "Why Make Sense?" heraus. Wieso die Platte aber durchaus Sinn macht, wieso man nie zu alt sein kann um zu tanzen, und wieso Widerstand hier zwecklos ist.

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"Why Make Sense?" ist das bereits sechste Studio-Album in den fünfzehn Jahren Bandgeschichte. Hot Chip reißen hier nicht die alten Gewohnheiten ein und versuchen sich an Experimenten, sondern fahren in eine Art sicheren Hafen zwischen perfektem Pop und wattiertem Electro. Natürlich erkennt man einen Hot-Chip-Song immer noch an der Weichspül-Stimme von Sänger Alexis Taylor.

Der Titeltrack scheppert einem allerdings ungewohnt analog, angriffsfreudig und mutiger entgegen, als das letzte Album "In Our Heads". In "Need You More" wird Taylors Stimme schon gar nicht gebraucht und so hört es sich an wie eine Lobeshymne der 90er-Jahre. Lediglich ein altes Sinnaman-Sample gepaart mit Synthieflächen braucht der Song, um einen 20 Jahre zurück zu katapultieren.

Ihre schmutzigen Funk-Fantasien leben sie auf Tracks wie "Love Is The Future", "Cry For You" oder "Started Right" aus. Letzteres besticht auch durch die wohl ergreifendste Textzeile des Albums: "You’re making my heart feel like it’s my brain". So macht auch dieses Album letzten Endes Sinn, als Musik für ein verkopftes Herz oder ein verliebtes Hirn und für Menschen, die sich nie zu alt zum Tanzen fühlen.

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