Knock Knock Knock

Knock Knock Knock

Hot Hot Heat

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Mit ihrem Brückenbau zwischen Progrock und No Wave stehen Hot Hot Heat wohl ziemlich allein auf weiter Flur. Bevor in Kürze endlich auch in Deutschland ihr Debut erscheint, sollte man sich noch schnell diesen Track ihrer letztjährigen EP anhören.

Los geht es bei "Touch You Touch You" als Slow-Motion-Stomper, umrundet durch ein Klavier-Interlude, dass den Hörer reichlich verwirrt in den eigentlichen Song geleitet. Dieser fügt sich durch seinen leicht hektischen, gehackten Gesang und redundanten Rhythmuspattern in eine Reihe mit Bands wie Liars oder The Rapture, ist seiner klanglichen Dichte aber stärker älterem Rock verpflichtet. Was bei diesem Stück noch nicht ganz zum Tragen kommt, den Neuen von "Make Up The Breakdown" aber wie der sprichwörtliche Klotz am Bein hängt, ist die stimmliche Nähe des Sängers zu Gruftpapa Robert Smith. Das könnte zunächst zu recht amüsanten Gedankenspielen anregen, sollte man aber besser schnellstens wieder auskurieren. Hot Hot Heat sind nicht The Cure, sind weder No noch New Wave. Vielmehr ist ihre musikalische Verweislast so erdrückend, dass man getrost verzichten kann, sie des Plagiats zu beschuldigen. Akzeptieren wir doch einfach, dass sie mit alten Latschen neue Wege beschreiten und finden das gut!

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