Aftermath

Aftermath

Hundreds

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Vor vier Jahren veröffentlichten Hundreds ein Album, das weitgehend per Mundpropaganda die Runde machte. Einfach weil es so verdammt gut und stimmig war. Nun ist das Hamburger Duo endlich zurück und veröffentlicht das zweite Album "Aftermath".

Schon mit den ersten Takten des Titelsongs "Aftermath" fühlt man sich vier Jahre zurück versetzt, als Hundreds aus Hamburg plötzlich mit ihren schönen, dunklen Elektro-Songs da waren. Wie aus dem Nichts tauchten die Geschwister Milner auf mit einem Album, das von vorne bis hinten eine musikalische Offenbarung war. Aber braucht es davon wirklich eine Fortsetzung, vier Jahre später?

Hundreds - Circus

Die ersten Zweifel sind schnell zerstreut, denn zwar fährt Track 1 noch im genau selben Fahrwasser wie das Debüt "Hundreds", doch schon beim zweiten Song "Circus" bemerkt man, dass Hundreds sich nach unzähligen Konzerten in den letzten Jahren weiter entwickelt haben. Ihre verträumte Musik ist noch elektronischer geworden, die Bässe tiefer, das Songwriting ausgefeilter. Wann immer ihre Songs sich in reinen Wohlklang aufzulösen scheinen, schafft das Duo noch rechtzeitig eine überraschende Wendung, die die Spannung aufrecht erhält.

Während Eva Milner dem Duo Gesicht und Stimme verleiht, ist ihr Bruder Philipp der musikalische Strippenzieher, der mit feinem Händchen die Songs arrangiert und zum Schillern bringt. Songs wie "Circus", "Ten Headed Beast" oder "Rabbits On The Roof" werden uns noch eine ganze Weile begleiten. Kein Zweifel, es ist noch diesselbe tolle Band von damals, aber sie ist noch besser geworden.

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