Overgrown

Overgrown

James Blake

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James Blake hat mit seinem gefeierten Debütalbum eines der nachhaltigsten Alben 2011 veröffentlicht. Mit "Overgrown" gelingt dem jungen Küsntler der zweite große Wurf. James Blake verfolgt weiter seinen ganz eigenen Entwurf der Popmusik.

Zwei Jahre ist es her, dass James Blake mit seinem Debütalbum die Musikwelt in Atem hielt. Sein unterkühlt minimalistischer Elektro-Pop mit Dubstep-Fundament kletterte in seiner Heimat UK direkt in die Top Ten der Charts. Mit seiner eigenwilligen Interpretation des Feist Songs "Limit To Your Love" hatte der damals 22-Jährige vorab gezeigt, wie viel Wärme und Intensität er mit seiner markanten Stimme transportiert. Und wie viel Durchschlagskraft in der Introvertiertheit des ehemaligen Musikstudenten liegt. Ende 2011 folgte die EP "Enough Thunder", worauf ein gemeinsamer Song mit Justin Vernon (Bon Iver) enthalten ist.

"Overgrown" führt die beispielslose Entwicklung Blakes konsequent fort. Von den rein instrumentalen Stücken seiner EPs, hin zu einzigartig strukturierten Popsongs, wie dem schwer beeindruckende "Digital Lion",, das in Zusammenarbeit mit Brian Eno entstand, oder das kräftig treibende "Voyeur". Neben Brian Eno wirkt auch der Rapper RZA (Wu-Tang Clan) bei einem Song mit. "Overgrown" manifestiert den eigenwilligen Sound des 24-Jährigen. Mit klaren Konturen schafft Blake eine dichte Atmosphäre und ist selbst stets der Mittelpunkt. Das unterstreicht das Coverfoto von "Overgrown", auf dem sich Blake, im Gegensatz zum verschwommenen Bild des Debüts, klar zu erkennen gibt. 

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