The Dancing Box

The Dancing Box

James T. Cotton

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Ein Tänzer auf vielen Hochzeiten ist er, dieser Tadd Mullinix. Der Detroiter Producer wechselt Pseudonyme, Musikstile und Soundästhetiken wie andere Schuhe.

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So ist es also kein Wunder, dass so einer auch noch 2004 seinen höchstpersönlichen Techno-Backlash zelebrieren darf. Als Dabrye sorgte er mit der LP "One/Three" für die wohl belebendste, stimmigste und charmanteste Abstract-HipHop-Frischzellenkur seit Prefuse 73. Unter seinem bürgerlichen Namen drehte er dann die Schraube noch ein gutes Stückchen weiter in Richtung abgedrehte Breakbeatopern. Nun packt er als James T. Cotton (nicht zu verwechseln mit dem Mann mit der Mundharmonika) monströsen, rumpeligen Acid-Techno in die Plattentasche. Beliebigkeit oder mangelnde Konsequenz kann man dem variabelsten Hans-Dampf-in-allen-Gassen seit ca. Luke Vibert aber deswegen noch lange nicht vorhalten. Denn "The Dancing Box" – veröffentlicht auf Spectral, dem Sublabel von Ghostly International - war Mullinix, wie er in Interviews betont, eine Herzensangelegenheit. Die Platte, die er selber nie im Laden kaufen konnte, vollgepackt mit oldschooligen 808-Drumsounds und dunkel-psychedelischer Acid-Ästhetik. Ein schmutziger, verstrahlter (Gegen-) Entwurf, der back to the roots geht und sich einen feuchten Kehricht um Trends und Moden schert. Und doch nicht einer paradoxen Nostalgie erliegt. So don`t call it retro. Nenn es alte Schule. (cp)

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