Janelle Monáe – Dirty Computer
Album des Jahres

Janelle Monae - Dirty Computer

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Auf ihrem heiß erwarteten dritten Album reiht Superwoman Janelle Monáe einen Superlativ nach den anderen und was soll man sagen: Das Ergebnis auf "Dirty Computer" ist einfach super.

Als die erste Single "Make Me Feel" erschien und minimalistische Beats mit funky Gitarren zusammentrafen sowie ein an Princes "Kiss" erinnernder Refrain schmachtend aufhorchen ließ, war klar: "Dirty Computer" wird etwas Großes. An dem Album arbeitete nicht nur Prince vor seinem Tod 2016 mit, wie Monáe verriet, sondern auch Brian Wilson, Pharell Williams, Zoë Kravitz und Grimes.

Mit letzterer hat sie das wohl beste Stück des Albums "Pynk" geschrieben, eine ping-pong-artige synthielastige Hymne an die Weiblichkeit, den Feminismus sowie lesbische Romanzen, garniert mit einem provokant-poppigen Video, das der Vagina in allen möglichen Anspielungen huldigt.

Video: Pynk

Das dritte Werk Monáes ist neben der musikalischen Vielfalt zwischen R&B, Funk, Neo-Disco, Synth-Pop und Hip-Hop sowie ihrer stimmlichen Variabilität vom rauen Hip-Hop-Timbre in "Django Jane", Falsetto-Gesang in "Make Me Feel" oder Souligem in "I Like That" vor allem ein starkes Statement der pansexuellen Feministin, die das Patriarchat töten will und sich selbst als "free-ass motherfucker" bezeichnet.

So singt sie an einer Stelle mit aller Deutlichkeit und Radikalität einer Grace Jones:

"We gave you life, we gave you birth
We gave you God, we gave you Earth
We fem the future, don't make it worse

(...)

Let the vagina have a monologue
Mansplaining, I fold em like origami"

Monáe gelingt das eigentlich unmögliche Kunststück politische Haltung, albernen Spaß, avandgardistische Kunst und emanzipierte Sexualität in ihrer Musik zu vereinen – und das oft in einem einzigen Song.

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