Shamelessly Exciting

Shamelessly Exciting

Jason Forrest

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Sample-Rock? Oder Disco-Core? Jason Forrest, auch bekannt als die männliche Donna Summer, war seit jeher der roh beseelte Crossover-Freak mit zerrissenen Songs, aus denen viel Gutes verworfen wurde und noch besseres daraus entstand.

Jason Forrest hat sich wirklich Mühe gegeben, seine wilde Reise quer durch die Musikstile, insbesondere die Feinheiten der Rockmusik, auf einen Nenner zu bringen. Natürlich ist die Überforderung am Anfang groß: mehrere Gitarren werden zerfleddert, von einem geraden Beat aufgepeitscht und dann von irrwitzigen Vocal-Samples weiter angespitzt. Stadion-Rock-Klischees, wie Bluesgitarren und große Synthie-Wände werden auf plakative Weise bedient und damit zugleich ins Lächerliche gezogen. Erstaunlich eigentlich, dass für diesen Collagen-Wahn tatsächlich Gastsänger wie David Grubbs oder Laura Cantrell ins Studio gelockt werden konnten. Doch durch sie erhält das dritte Jason Forrest-Album „Shamelessly Exciting“ eine gewisse Ernsthaftigkeit. Und wie bereits angedeutet: das musikalische Chaos, das sich einem anfangs offenbart, ist schließlich homogener als manch klassisches Rock-Album. Dennoch sollte man von dem überaus harmonischen Stück "Nightclothes and Headphones" nicht auf das gesamte Album schließen. (jw)

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