Jason Mraz - Know.

Jason Mraz - Know.

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Grammy-Gewinner Jason Mraz hat mitten in der Sommerpause sein neues Album veröffentlicht. Und das aus gutem Grund: sommerlicher wird's nicht mehr.

Mit seinen federleichten Pop-Songs wurde Jason Mraz in den letzten zehn Jahren zu einem der erfolgreichsten Singer-Songwriter in den USA.

Auf "Know." spielt der 40-Jährige dieses Wissen um den perfekten Popsong auf insgesamt 10 Songs aus. Alle sind nach ähnlichem Schema aufgebaut, haben einen Refrain, der sich sofort im Kopf festsetzt und Texte, die er direkt aus einem Poesiealbum eines 15-jährigen Mädchens geklaut zu haben scheint. 

Kein Zweifel: Mraz weiß, wie man einen Song fürs Radio schreibt, doch er weiß es schon so gut, dass überraschende Momente Mangelware bleiben. Man weiß schon am Anfang eines Liedes, wie es zu Ende geht und selbst die Songtexte kann man jederzeit automatisch vervollständigen, denn er reimt munter "heart" auf "apart", "tonight" auf "alright" und lässt auch sonst kaum ein abgelutschtes Klischee aus. Dem Erfolg dürfte das keinen Abbruch tun, ganz im Gegenteil.

Nur einmal lässt sich Mraz dabei ertappen, dass er gar nicht so naiv ist, wie er auf seinem Album vorgibt: 

"Keep on making it up, making it all up
What else can we do?
Yeah, we're making it up, we're making it all up
It's the only way to get through
'Cause life's so hard but life's alright
Because I'm here with you tonight
Making it up, we're making it all up"

Fazit: Wer sich auch als Erwachsener gerne eingängige Kinderlieder anhört, liegt bei Jason Mraz goldrichtig. Auf Albumlänge geht einem die aufgesetzte Gute Laune aber dann doch ganz schön auf den Keks und man möchte sich die vollgeschmalzten Ohren einmal kräftig mit Motörhead freispülen.

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