Hörbuch "Cocktail für eine Leiche"

Jens Wawrczeck - Cocktail für eine Leiche

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Ohne Motiv ermorden zwei Studenten einen Kommilitonen aus rein intellektuellem Antrieb heraus: Sie sind davon überzeugt, den perfekten Mord begangen zu haben. Auf dem Theaterstück „Party für eine Leiche“ („Rope“) basierend, hat Jens Wawrczeck aus dem durch Alfred Hitchcock berühmt gewordenen Stoff nun ein fesselndes Hörspiel gemacht.

Der Meister des Suspense und Jens Wawrczeck haben etwas gemeinsam, denn schließlich war es Alfred Hitchcocks Name, der die drei Fragezeichen in Deutschland berühmt machte und mit ihm Peter Shaw, den zweiten Detektiv, den Wawrczeck bis heute spricht. Neben diesem Lebensprojekt betreibt er das Label „Audoba“, auf dem nun „Cocktail für eine Leiche“ als erstes Hörspiel erschienen ist. Zuvor gab es bereits eine Hörbuchreihe zu Hitchcock, in der Wawrczeck unter anderem die Geschichten „Vertigo“, „Das Fenster zum Hof“ oder „Marnie“ las.

Hörprobe „Cocktail für eine Leiche“

In „Cocktail für eine Leiche“ fungiert er wieder als Erzähler, der auf ironische und distanzierte Art durch die abgründige Geschichte führt: Doch wie es sich für ein Hörspiel gehört, sind eine ganze Reihe anderer Sprecher an Bord wie Peter Weis, Angelika Richter oder Andreas Fröhlich, bestens bekannt unter dem Namen Bob Andrews und als Kollege von Peter Shaw bei den drei Fragezeichen für Recherche und Archiv zuständig.

Fröhlich, im März 2018 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet, spricht Rupert Cadell, den Mentor der überheblichen Studenten, der mit detektivischem Spürsinn auf der Party der beiden erahnt, dass hier etwas nicht stimmt. In der berühmten Hitchcock-Verfilmung ist es James Stewart, der den Philosophen mimt, dessen Idee von der „Kunst des Mordens“ die Studenten inspirierte. Nun haben sie ihre Leiche selbstbewusst in einer Truhe gelagert, darauf ließen sie mit makaberem Humor Cocktails für die Gäste anrichten...

Das atmosphärisch dichte Hörspiel lebt von den überzeugenden Sprechern sowie der sparsam eingesetzte Klavier-Musik zur richtigen Zeit: Entstanden ist so ein Theaterstück für die Ohren, das für sich alleine steht und statt den berühmten Hitchcock-Filmszenen eigene Bilder im Kopf erwachsen lässt sowie die Frage, ob reine philosophische Denkmodelle ohne das Einbeziehen realer Konsequenzen gefährlich sind – denn wie postulieren Tocotronic so schön: „Pure Vernunft darf niemals siegen“.

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